Dresdner Diabetes-Forscher wird Ehrendoktor an der Medizinischen Universität Łódź

Seit über 40 Jahren arbeitet der Dresdner Mediziner und Wissenschaftler Professor Markolf Hanefeld gemeinsam mit Forschern und Ärzten polnischer Universitäten auf dem Gebiet des Stoffwechsels. Jetzt wird er für sein besonderes wissenschaftliches Engagement mit dem Ehrendoktortitel (Dr. h.c.) der Medizinischen Universität Łódź ausgezeichnet. Damit ist er der erste deutsche Wissenschaftler, der diese Ehrung an dieser traditionsreichen Universität erhält und reiht sich in die Liste namhafter Nobelpreisträger ein.  

„Diese Auszeichnung hat für mich einen besonders hohen Stellenwert“, sagt Professor Markolf Hanefeld, Senior Direktor des gleichnamigen Studienzentrums der GWT in Dresden, der in Anerkennung seiner wissenschaftlichen Verdienste zum Ehrendoktor einer der größten polnischen Medizinischen Universitäten ernannt wurde.  „Die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit den polnischen Kollegen hat eine lange Tradition. Bereits in den 70er Jahren haben wir gemeinsame Forschungsprojekte mit der Universität Warschau, insbesondere auf dem Gebiet des Fettstoffwechsel und der isolierten Fettzellen, vorangebracht“, so Hanefeld weiter. „Diese Kooperationen haben sich bis heute fortgesetzt. Auch dass ich als erster Deutscher diese Auszeichnung erhalte, macht mich besonders glücklich.“

Die Senatoren der polnischen Hochschule begründeten ihre Entscheidung mit seinem herausragenden Engagement für die Forschung in den Bereichen Innere Medizin, Diabetologie und Endokrinologie. Die feierliche Zeremonie erfolgte im Rahmen des Healthy Aging Congress vom 11. bis 13. Mai 2016 in Łódź.

Der Dresdner Diabetologe reiht sich somit in die namhafte Liste der Ehrendoktoren der Medizinischen Universität Łódź ein und wird zeitgleich mit Nobelpreisträgern wie Aaron Ciechanover genannt. Dieser erhielt den Nobelpreis für Chemie im Jahr 2004.

Professor Markolf Hanefeld hat sich auf das Forschungsgebiet des metabolisch-vaskulären Syndroms spezialisiert. Gemeint ist damit das gemeinsame Auftreten mehrerer Symptome bzw. Krankheitsbilder: Typ 2 Diabetes, Fettstoffwechselstörungen, Hypertonie, Adipositas, kardiovaskuläre Erkrankungen sowie diabetische Folgeerkrankungen. Diese Kombination der Krankheitsbilder erhöht das Risiko für eine kardiovaskuläre Erkrankung, Herzinsuffizienz sowie Demenz und ist mit erhöhter Mortalität verbunden.

Die Ehrendoktorwürde der Medizinischen Universität setzt die Liste seiner international anerkannten Auszeichnungen fort. Markolf Hanefeld ist u.a. Honorarprofessor an der Universität Havanna (Kuba), Ehrenmitglied der Diabetes Gesellschaften der Slowakei und Bulgariens sowie Mitglied zahlreicher internationaler Diabetes-Wissenschaftsbeiräte.

Weitere Informationen finden Sie auch unter: www.diabetes-dresden.de